Das zweite Rennen der ATMAS Serie ging am 26.04.2026 in Erpfendorf bei der Firma Steinbacher über die Bühne – Start pünktlich um 09:00 Uhr. Schon früh am Morgen war klar: Das wird ein heißer Tag. Strahlender Sonnenschein, brütende Hitze – genau das richtige Setting für einen Tag voller Adrenalin, Benzin und Vollgas. Und ich kann nur sagen: So heiß wie das Wetter waren an diesem Tag auch unsere Motoren.
Für mich war dieses Rennen etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal bin ich nämlich gleich mit zwei Autos an den Start gegangen: mit meinem Renault Megane Cabrio in der Klasse 2 und zusätzlich mit einem Opel Kadett C in der Klasse 12. Und genau dieser Kadett sollte mein persönliches Highlight werden.
Hannes Prader hatte mich im Vorfeld gefragt, ob ich seinen Opel einmal testen möchte. Ganz ehrlich – da gibt’s keine zwei Meinungen. Ich war sofort dabei. Gleichzeitig war aber auch eine ordentliche Portion Respekt und Nervosität dabei, denn ich bin noch nie zuvor ein echtes Raceauto gefahren. So ein Gerät ist einfach eine ganz andere Welt: innen komplett leer, keine Verkleidung, kein Komfort – nur das absolute Minimum, das man zum Fahren braucht. Dazu Slicks aufgezogen… purer Grip, aber eben auch purer Wahnsinn, wenn man sowas noch nie ausprobiert hat.
Als ich dann im Kadett saß, Helm auf, Motor gestartet – da ging der Puls sofort hoch. Alles fühlt sich direkter an, aggressiver, kompromisslos. Kein Vergleich zu einem „normalen“ Auto. Jede Bewegung muss sitzen.
Zum Glück war meine Freundin mit dabei, die extra angereist ist, um mich zu unterstützen. Sie hat es geschafft, mir einen großen Teil der Nervosität zu nehmen und mich mental richtig aufzubauen. Genau das hat mir geholfen, mich voll auf die Strecke zu konzentrieren.
Und dann ging’s los.
Von Lauf zu Lauf wurde ich mutiger, präziser – und vor allem schneller. Ich habe mich immer näher ans Limit herangetastet, ohne es zu übertreiben. Jeder Run hat mehr Vertrauen gebracht: ins Auto, in die Reifen, und vor allem in mich selbst. Der Kadett hat einfach brutal Spaß gemacht – direkt, laut, roh. Genau so, wie Motorsport sein muss.
Das Beste daran: 0 Fehler. Kein Verbremser, kein Ausritt, nichts. Sauber durchgezogen. Und zur großen Freude von mir – und ganz besonders von Hannes – ist das Auto auch komplett heil geblieben.
Am Ende bleibt einfach nur ein Gefühl: absolute Begeisterung. Dieses Rennen war für mich ein riesiger Schritt, eine neue Erfahrung und vor allem eines – einfach nur unglaublich geil.
Ich kann es kaum erwarten, wieder am Start zu stehen. Nun haben wir wieder eine kleinere Pause, dann starten wir am 07.06.2026 in Stans bei der Firma HTS wieder voll durch.
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